Avatar

Entwarnung für „Helmmuffel“

18 Juni 2014
Keine Kommentare
180 Ansichten
Radfahren ohne Schutzhelm

Foto: T.Tulik – Fotolia

Nachtrag zum Blogartikel Radfahrer aufgepasst vom 05.06.2014

Der BGH hat am 17.06.2014 entschieden, dass ein Radfahrer, welcher im Straßenverkehr keinen Helm trägt, sich kein Mitverschulden anrechnen lassen muss, wenn bei einem Verkehrsunfall Schädelverletzungen erleidet. Damit hat der BGH die Entscheidung des OLG Schleswig vom 05.06.2013, welche ich in meinem Blogartikel zitiert habe, aufgehoben.

Begründet hat der BGH dies damit, dass einem Geschädigten nur dann ein Mitverschulden anzulasten ist, wenn er die Sorgfalt außer Acht lässt, welche ein ordentlicher und verständiger Mensch zur Vermeidung eines Schadens anzuwenden pflegt. Dies ist hinsichtlich des Tragens von Schutzhelmen (noch) nicht zu bejahen, da ein allgemeines Verkehrsbewusstsein, wonach das Tragen von Schutzhelmen zum eigenen Schutz notwendig und zumutbar ist, zum Zeitpunkt des Unfalls der Geschädigten im Jahr 2011 nicht gegeben war. Im Jahr 2011 trugen Innerorts nur 11% der Radfahrer einen Schutzhelm.

Dies bedeutet jedoch zugleich, dass, wenn die prozentuale Zahl der Träger eines Schutzhelms deutlich steigt auch ein allgemeines Verkehrsbewusstsein bejaht werden wird.



Keine Kommentare


Schreiben Sie einen Kommentar